Ihr LANTitelUntertitel
 








Akademischer Chor Zittau/Görlitz e.V. | Spendenkonto:

DE46 8505 0100 0502 6956 68
SPENDE UKRAINE

bisher überwiesene Spenden: 2.500 €

Guthaben auf unserem Spendenkonto:

3.893,51 €


Unser Ziel ist es, langfristig jeden Monat 500 Euro an Vladislav zu überweisen. Auch, wenn er an einen anderen Ort geht.

Wo er ist, brauchen Menschen Hilfe.

Unsere Spendengemeinschaft lebt von vielen Menschen, die einen kleinen Beitrag leisten - mach mit!

zum Kontakt

(Aktuell zahlen 9 Personen monatlich 87,50 € auf unser Spendenkonto ein.)

DANKE!

"Damit geholfen werden kann, werden Spenden gebraucht. Das ist unser Teil an der Gemeinschaft, die uns dafür das Geschenk macht, nicht allein auf der Welt sein zu müssen und sich auch nicht mehr allein zu fühlen."
Elfriede Jelinek, DIE ZEIT, 14.03.2022







Im Jahr 2017 war unser Chor in der Ukraine - wir lernten einen katholischen Pfarrer, Vladislav Bismak, in Peretschyn kennen, der uns beherbergt hat. Wir stehen jetzt in regelmäßigem Kontakt mit  und sammeln hier Geldspenden, die wir direkt an ihn in die Ukraine überweisen. Zur Zeit ist er in der Kirchgemeinde Sv. Vikentia, vul. Kostelna 15, Charkiv.

Die Deutsche Evangelische Gemeinde in Kiew lernten wird während eines unserer Konzerte kennen.  Wir haben aktuell 500 Euro an diese Gemeinde überwiesen.

bisher eingegangene Spenden gesamt: 6393,51 €
(davon Konzertkollekten: 513,51 €)
(davon Spende des Programmkinos Camillo: 50 €)

Die Sparkasse unterstützt uns mit der Übernahme der hohen Überweisungskosten, die bisher entstanden sind. Wenn alles funktioniert, überweisen wir weitere Zahlungen ohne Gebühren via paypal.

"Liebe Freunde aus Deutschland!
Dank eurer Hilfe und Unterstützung können wir unsere Hilfe für die Menschen in Charkiw fortführen.
Die Situation ist nicht einfach.
Heute haben wir ein weiteres Ehepaar in den Westen der Ukraine gefahren."

(Pfarrer Jan und Vladislav, 15.4.2022)


***

Mai 2022

Wie geht es den Menschen vor Ort?

Ende April hat sich die Lage etwas entspannt, der Lärm durch Beschüsse ist in etwas weitere Ferne gerückt, aber ständig präsent. Einkäufe sind möglich, allerdings immer nur für einzelne Produkte: es gibt Kartoffeln, also werden Kartoffeln gekauft, usw. Im Keller der Kirche leben aktuell noch 18 Personen, zusammen mit Jan und Vladislav, sowie Kamil, der aus Polen stammt und vor Ort mit hilft. Im Vergleich zu anderen können dort alle "wie im Hotel" leben, es gibt Wasser und zwei Generatoren, die Strom liefern. Es gibt auch Gasflaschen, die Leute können sich selbst Essen kochen.

Die Menschen, die jetzt noch im Keller der Kirche in der vul. Kostelna 15 leben, bleiben auch da. Es sind alte Menschen, die ihr Haus in der Nähe der Kirche haben und nicht weggehen möchten. Sie trauen sich nicht aus dem Gebäude heraus, alle Wege werden von den Pfarrern übernommen. Auch der Bischof von Charkiw ist mit Schutzhelm und Weste in der Stadt unterwegs, kommt um nachzusehen und sich ein Bild von der allgemeinen Lage zu machen.


Auch die Mauern der Kirche und eine Marienstatue haben Schäden durch Schüsse davongetragen. Trotzdem meint Vladislav im Gespräch, die Lage könnte noch sehr viel schlimmer sein, sie müssen keinen Hunger haben und können sich im Vergleich zu anderen sehr gut versorgen. Einen gewissen Optimismus trotzt man sich ab.  Es ist jedoch momentan sehr schwer, Benzin oder Diesel zu kaufen (für die Generatoren und für das Auto).

Die drei Geistlichen erhalten regelmäßig über eine ukrainische Organisation viele Portionen für eine Mittagessenverpflegung und fahren damit an Orte, an denen die Menschen schon auf sie warten. Sie besuchen auch Menschen, die in dunklen Kellern ohne Strom und Wasser und Toiletten leben, die auf der Straße ihr Essen kochen und einfach einen Zuspruch brauchen. Auf den Videos ist gut zu erkennen, das die beiden auch eine gewisse Normalität bringen und die Menschen mit einem gesunden Galgenhumor sehr gut aufmuntern können.

Ich konnte Anfang Mai dank der Unterstützung der Cateedrale e.V. Görlitz neues Kinderspielzeug und Bastelmaterial für 200 Euro kaufen. Diese Sachen sind jetzt bei mir und ich schicke das los, sobald eine sichere Zustellung möglich ist. Es ist so als Startpaket für einen Kindergarten gedacht.

An dieser Stelle gebe ich nochmals einen Gruß an alle und ein DANKE weiter.





Charkiw

Menschen
Charkiw



April 2022


Nach der Ankunft in Charkiw wohnten die beiden Pfarrer, Jan und Vladislav, zunächst mit weiteren 68 Personen im Keller der Kirche. Zur Zeit sind es noch 29. Die anderen Menschen wurden von ihm und Pfarrer Jan nach und nach aus der Stadt gebracht. Die Menschen versorgen sich selbst in der Küche, dort wird auch das Essen gekocht, das regelmäßig an die Menschen in der Stadt verteilt wird. Dazu fahren die beiden Pfarrer immer um die Mittagszeit an verschiedene Orte der Stadt, sie bringen Suppe und verteilen sie.

Es finden auch Gottesdienste statt. Die Menschen trauen sich nicht aus dem Keller der Kirche raus und sind im Prinzip den ganzen Tag zusammen in den Räumen. Vladislav besuchte außerdem Menschen, die in anderen Kellern ohne Strom, Wasser, Licht leben. Regelmäßig transportiert er Leute, die die Stadt verlassen möchten.

Zu den Menschen, die aus der Stadt Charkiw gebracht wurden, zählt auch ein pflegebedürftiger Mann mit seiner Familie. Um ihn zu transportieren wurde eine Matte in den Transporter gelegt, da der Mann nicht sitzen konnte. Er war sehr dankbar, dass die beiden für ihn und seine Familie einen Lösung gefunden haben.

Anfang April berichtet Vladislav von regelmäßigem Beschuß und Bombeneinschlägen in unmittelbarer Nähe der Kirche, auch das Gemeindehaus selbst ist betroffen. Heranfliegende Rakten sind ständig zu hören. Eine Planung für irgendetwas ist kaum möglich. Die Versorgungslage in Charkiw ist ungleich schwerer als in Kiew, er braucht auch Geld für Diesel, da er sehr viel rumfährt.

Mitte April konnten wir telefonieren, es ist nicht möglich, nachts einmal durchzuschlafen. In den Nachbargebäuden schlagen regelmäßig Raketen ein.

Alles in allem ist die Situation zur Zeit sehr aussichtslos und deprimierend. Es gibt momentan keinen Anlaß für Zuversicht oder Hoffnung auf ein baldiges Ende. Und auch wenn der Krieg irgendwann vorbei ist: finanzielle Hilfe ist auf jeden Fall weiterhin notwendig.

Am 14.4. habe ich mitgeteilt, wie hoch unser aktuelles Spendenguthaben ist. Wir können momentan bis Oktober monatlich 500 Euro überweisen. Wie geht es dann weiter? Wir möchten eine Spendengemeinschaft gründen, viele Menschen geben monatlich einen kleinen Beitrag, so dass wir langfristig Geld überweisen können. Auf der linken Seite ist eine PDF-Datei mit allen wichtigen Punkten zu finden.



MÄRZ 2022

Anfang März haben wir 500 Euro aus der Chorkasse überwiesen. Das Geld war innerhalb von 2 Tagen vor Ort und er konnte die Dinge in Kiew kaufen, die benötigt werden: Kleidung, Schuhe, Essen, Medikamente. Am 17.03. folgte noch eine zweite Überweisung aus der bisher eingegangenen Spendensumme - wir hoffen, dass das Geld jetzt im März in Kiew immer noch hilft, und Einkäufe in der schwierigen Situation weiterhin möglich sind.


So kommen unsere Spenden an:

Menschen
Das wird eingekauft: